EZB Leitzins und Kreditzinsen im Zusammenhang.

Verbunden mit der Mitgliedschaft in der Europäischen Union und dem Euro als Währung ist auch eine gemeinsame überregionale Finanzpolitik. Entscheidende Impulse setzt dabei der Leitzins. Das wichtigste Finanzinstrument regelt den Geldfluss zwischen Zentralbank und allen Kreditinstituten innerhalb der Union. Zum Leitzins haben die Banken die selbst die Möglichkeit, sich Geld zu leihen.

EZB Leitzinsen

Derzeit sind die Kreditzinsen günstig!


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Warum sinken die Leitzinsen?


Aktuell liegt der EZB Leitzins bei sehr niedrigen 0,00%.

Eine sich im Abschwung befindende Wirtschaft braucht frisches Geld und neue günstige Kredite, um wieder wachsen zu können. Sind die Leitzinsen niedrig, können die Banken auch ihren Kunden günstige Kredite anbieten. Handelt es sich dabei um Firmen, sind Investitionen möglich. Der Aufschwung kann beginnen.

Natürlich profitieren auch private Kunden und Sie als Rentner oder Pensionär von den aktuell niedrigen Leitzinsen (siehe Grafik). Die Kreditzinsen sind im letzten Jahr deutlich günstiger geworden.

Leider sind die wirtschaftlichen Entwicklungen innerhalb der EU sehr unterschiedlich. Die deutsche Wirtschaft ist solide, in Italien und Griechenland schwächelt die Wirtschaft. Und dennoch gilt der gleiche Leitzins. Da kann zu Fehlentwicklungen führen. Früher wurde der Geldfluss durch die Notenbanken der Länder geregelt.

Niedrige EZB Leitzinsen haben günstige Kredite zur Folge. Die Wirtschaft soll belebt werden.
Durch das viele frische Geld steigt neben dem gefährlich hohen Schuldenstand die Gefahr einer Inflation.


Wann steigen die Leitzinsen - Auswirkungen?


Fast noch mehr Angst hat die EZB vor einer Inflation und damit der Abwertung des Euro. Die Rendite von Export- und Importgeschäften mit nicht EU Ländern, vor allem den USA, sind immer auch abhängig vom Wechselkurs Dollar -> Euro.

Anfang der 90-iger Jahre gab es eine stark wachsende Wirtschaft. Infolgedessen verknappe sich der Geldmarkt durch häufige Leitzinserhöhungen. Die Kredite für Banken, Firmen und Privatpersonen waren sehr teurer.

Einen positiven Aspekt haben hohe Leitzinsen für Sparer. Die Zinsen bei Sparkonten, auf Tages- oder Festgeld steigen parallel zum Leitzins ebenfalls an. Aktuell gibt es die gegenläufige Entwicklung. Bei Zinsen deutlich unter 1 % lohnt es sich kaum, Geld auf dem klassischen Weg anzulegen.

Tipp: Interessante Statistiken zur Entwicklung der Sparzinsen


Kommt 2019 schon die Zinswende?


Die EZB betont, die Leitzinsen noch auf 0 % zu belassen, doch das Anleihenkaufprogramm lief 2018 aus, die Wirtschaft in Europa ist deutlich stärker gewachsen. Das Inflationsziel von 2 % ist erreicht und so rechnen Experten mit einem Zinsanstieg im Herbst 2019. Der Markt nimmt Entwicklungen gern voraus. So ist es nicht verwunderlich, dass Anstiege bei den Immobilienzinsen schon 2018 zu sehen waren. Die Zinswende ist eingeleitet und Verbraucher müssen Ende 2019 mit höheren Kreditzinsen rechnen.


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Interessante Informationen zum Eurosystem und der Wirtschaftskrise erhalten Sie direkt auf den Seiten der EZB.



Alterspyramide und demografischer Wandel


Der demografische Wandel sorgt dafür, dass die gesetzlichen Renten in Deutschland seit einigen Jahren sukzessive abgesenkt werden müssen. Viele Menschen kennen den Begriff „demografischer Wandel“ aus den Medien. Dieser Begriff hat für junge und alte Menschen weitreichende Folgen. Im Zusammenhang wird häufig von der Alterspyramide gesprochen.

In der Politik wird seit einigen Jahren sehr deutlich darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, privat für das Alter vorzusorgen. Immer mehr Menschen sind von der Altersarmut betroffen. Doch warum genau ist das eigentlich so? Schuld daran ist in erster Linie die Veränderung der Alterspyramide und der damit verbundene demografische Wandel. Diese zwei Begriffe hängen unweigerlich miteinander zusammen.

Vor einigen Jahrzehnten wurde eine Statistik über die Geburtenraten und die Lebenserwartung aller Jahrgänge erarbeitet.

früher demographie

Früher:

Es kamen viele Kinder zur Welt und es gab wenige alte Menschen. Die Lebenserwartung war niedrig, die medizinische Versorgung nicht hochmodern und lebensverlängernd.

Das Abbild der Statistik war unten sehr breit und verlief nach oben spitz zu. Sie hatte also die Form einer Pyramide. Das Rentensystem war solide und finanziell fundiert abgesichert. Dieses Bild war von Gründung der Bundesrepublik bis Ende der 80-iger Jahre lang gültig.


alterypyramide-demografie

Heute:

Im Laufe der letzten Jahre wurde diese Statistik jährlich erneuert und erneut analysiert. Das Ergebnis ist, dass sich die Alterspyramide sukzessive verändert hat. Weniger Kinder und im Gegenzug steigt die Zahl alter Menschen an. Die Lebenserwartung der gesamten Bevölkerung erhöht sich auch aufgrund lebenserhaltender Maßnahmen in der Medizin und bewußter Lebensweise.

Das Verhältnis zwischen Neugeborenen und Sterbenden hat sich in Deutschland mit weitreichenden Folgen gewandelt. Unsere Bevölkerung schrumpft stetig.


Das Rentenniveau sinkt jährlich




Das Rentensystem in Deutschland wird so nicht mehr lange funktionieren. Die wenigen jungen Beitragszahler können die Renten der alten Menschen nicht mehr erwirtschaften. Aus diesem Grund sinken die gesetzlichen Bezüge der Rentner weiter.

Die Folgen sind Altersarmut und die Notwenigkeit für Junge Leute sich privat abzusichern. Diese Situation wird sich in den nächsten Jahren deutlich zuspitzen.


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